- Platz 5. Auf der Suche nach den Gläsern:
Im ersten Beitrag über Konzentrationsstörungen habe ich bereits darüber berichtet, wie sich diese äußern können. Hier möchte ich einige Beispiele nennen, welche Absurditäten meinen Alltag geprägt haben bzw. teilweise immer noch prägen. Wenn ich es schaffte über mich selbst zu lachen, waren einige Situationen schon recht erheiternd. #feelfreetolaugh 😉
Platz 5. Auf der Suche nach den Gläsern
Mein Gedanke war „Ich benötige ein Glas“. Also ging ich in die Küche, hatte jedoch schon wieder halb vergessen, was ich eigentlich holen wollte und griff intuitiv zum Griff der Besteckschublade. In diesem Moment fiel mir ein, dass ich dort wahrscheinlich kein Glas – das ich eigentlich suchte – finden werde.
Platz 4. Aber bitte mit Teller!
Ich wollte den Teller, auf dem ein Wrap lag (mein Mittagessen) auf das Tableau stellen, das neben dem Teller stand. Statt den Teller zu nehmen, habe ich den Wrap genommen und ohne Teller aufs Tableau gelegt.
Platz 3. Kaiserschmarrn mal anders
Zum Mittagessen sollte es einen Kaiserschmarrn geben, ein Rezept, das ich eigentlich auswendig konnte. Wie das Rezept lautet, findest du am Ende des Posts. Ich begann, statt zuerst das Mehl und die Milch anzurühren, ein Ei aufzuschlagen. Als das Ei in der Schüssel lag, bemerkte ich, dass das falsch war. Nun rührte ich das Mehl und die Milch an, mir fiel aber auf, dass in meiner Schüssel sehr wenig Masse vorhanden war. Ich erkannte, dass ich nur einen Esslöffel Mehl statt drei Esslöffel hinzugegeben hatte. Die nächste Zutat (Rum) war in der Speisekammer zu finden. Ich machte mich auf den Weg und stand ohne eine Idee, was ich benötige, dort. Ich beschloss, den Rückweg ohne dessen, was ich suchte, anzutreten. Als ich wieder in der Küche stand und die Schüssel sah, fiel mir ein, dass ich ja den Rum holen wollte! Der zweite Anlauf war dann erfolgreich. Zum Glück war der Arbeitsschritt am Herd gleich beim ersten Versuch erfolgreich und das Ergebnis war – trotz allem – gelungen. Der Teller mit dem Kaiserschmarrn war schon am Tableau, aber es fehlte noch ein Glas Wasser. Ich holte das Glas, stellte es aufs Tableau und marschierte los. Leider hatte ich vergessen das Glas mit Wasser zu befüllen – ein Klassiker, der mir fast täglich passiert – was mir erst nach fünf Schritten aufgefallen war. Also bin ich nochmal zurück, um das Glas zu befüllen. Trotz der vielen Anläufe hat’s g’schmeckt!
Platz 2. Geografie des Wäscheständers
Mein Gedanke war „Ich benötige den Wäscheständer“, der in diesem Moment geografisch hinter mir (im Gang) stand. Ich ging also in Richtung des Wäscheständers, daran vorbei, bis ich im Schlafzimmer war. Dort spazierte ich um das Bett herum, bis ich an der Stelle stand, auf dessen gegenüberliegender Mauerseite der Wäscheständer stand. (Fast hatte ich die Position erreicht, es stand also nur die Mauer zwischen uns). Ich hatte gerade wieder an etwas anderes gedacht und verharrte in dieser Position ein paar Sekunden, bis mir eigentlich auffiel, dass ich ja etwas holen wollte. Ach ja! Der Wäscheständer!
Platz 1. Bitte vorne einsteigen!
Es war noch recht früh, als ich mich zum Auto begab und offensichtlich damit fahren wollte, um einkaufen zu gehen. Ich entriegelte das Auto, ging zur Fahrerseite und öffnete die hintere Türe. Wieder einmal war ich mit meinen Gedanken woanders und setzte schon den rechten Fuß ins Auto, um einzusteigen. Irgendetwas kam mir aber komisch vor, sodass ich aus meinen Gedanken gerissen wurde und mir auffiel, dass ich mich nicht auf den Fahrersitz setzen wollte, sondern auf den Rücksitz. Tja, da hätte ich lange warten können, bis sich das Auto bewegte…
(Anmerkung: Wahrscheinlich fragt man sich an dieser Stelle, ob ich überhaupt fahrtüchtig bin. Für kurze Strecken bin ich das definitiv, für längere nehme ich am Beifahrersitz Platz und lasse mich fahren. Zum Glück ist das Autofahren im Unterbewusstsein gespeichert, sodass es bis jetzt trotz Konzentrationsstörungen nie zu einer gefährlichen Situation kam.)

Kaiserschmarrn Rezept
Zutaten
Mehl, 3 EL
Eier, 3
Vanillezucker, 1 Pkg.
Kristallzucker, 1 TL
Staubzucker, nach Bedarf (zum Besträuen)
Milch, ca. 2-3 EL
Rum, 1 EL
Butterschmalz oder Butter, ca. 75g
Rosinen (nach belieben) – ich bin überzeugte Rosinen-Verweigerin! 😉
Apfelmus oder Preiselbeermarmelade, je nach Vorliebe
Rühre 3 große EL Mehl mit etwas Milch zu einem breiigen Teig an. Gib 3 Eier, den Vanillezucker, den Kristallzucker und den Rum hinzu und vermische alles kurz mit dem Schneebesen.
Erhitze in einer Pfanne mit hohem Rand Butter oder Butterschmalz, sodass der Teig in der zerlassenen Butter leicht schwimmt. Gib den angerührten Teig in die Pfanne, einen Deckel darauf und lasse das Ganze auf niedriger Stufe zwei Minuten leicht bräunlich werden. Sollte der Teig an der Oberseite noch etwas flüssig sein, macht das nichts. Einfach trotzdem vorsichtig (!) wenden. Den Teig auch auf der anderen Seite kurz anbraten und mit einem stumpfen Kochlöffel in der Pfanne zerreißen.
Den Kaiserschmarrn mit Staubzucker und Apfelmus oder Preiselbeermarmelade servieren.
Mahlzeit! 🙂


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