Achterbahn im Genesungsprozess: Zwischen neuen Infektionen und neuen Perspektiven

3–5 Minuten
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Seit meinem letzten Beitrag Mitte Juni gab es so viele Höhen und Tiefen, dass ich selbst den Überblick verloren habe. Vor allem waren die Höhen im Juni sehr hoch und die Tiefen Ende Juli ozeantief. Es war eine regelrechte Achterbahn! Diese ständige Änderung der Grenzen, der Möglichkeiten und das ständige Anpassen an diese neue Situation ist psychisch enorm kräftezehrend.

Den Juni habe ich hauptsächlich im Schatten vor meiner Haustüre verbracht, dabei gelesen und vor allem ein neues Projekt verwirklicht. Wer mich kennt, weiß, dass ich ständig Projekte brauche – vor allem, um mich irgendwie sinnvoll zu beschäftigen. Ich habe einen Etsy-Shop aufgebaut und begonnen, T-Shirts zu designen. Dieser kreative Prozess macht mir vor allem sehr viel Spaß! Auch wenn ich mir keine große Einnahmequelle davon erhoffe, ist es eine angenehme Tätigkeit, der ich auch im Liegen nachkommen kann.

Es ging mir im Juni so gut wie schon lange nicht mehr: Ich konnte teilweise 20–30 Minuten spazieren gehen, habe viel gemalt, mich mit Freund:innen getroffen bzw. bei mir zu Hause empfangen, und ich habe zwei kleinere Reisen unternommen. Mein neues Auto galt es in einem anderen Bundesland abzuholen – ein extrem anstrengendes Unterfangen. Zum Glück hat mich mein Papa begleitet und mich super unterstützt. Es ist ein gutes Gefühl, wieder mobil und vor allem unabhängig sein zu können.

Den zweiten Ausflug nahm ich alleine in Angriff: Ich besuchte meine Mama, die ich seit über einem halben Jahr nicht mehr gesehen hatte. Die Fahrt war zum Glück kein Problem, allerdings spürte ich in den nächsten Tagen eine deutliche Verschlechterung, da mir die Aktivitäten anscheinend doch zu viel waren. Von da an ging die Energiekurve wieder bergab.

Seit Mai hatte ich insgesamt bis jetzt fünf Blutwäschen, für die ich immer eine zweistündige Fahrt in Angriff nehmen musste. Zum Glück begleiteten mich auch hier jedes Mal mein Papa und seine Partnerin. Die Blutwäschen haben im Juni das Hoch bewirkt, dann gab es eine längere Pause, bis ich schließlich im Juli wieder startete. Ich hatte immer das Gefühl, dass mir diese Prozedur gutgetan hat – bis auf ein Mal.

Eine neue Infektion

Nach der 4. Blutwäsche ging es rapide bergab. Innerhalb einer Woche konnte ich nichts mehr: weder selbst kochen noch duschen, teilweise war mir das Sprechen zu anstrengend. Ich kannte mich absolut nicht aus, warum es mir wieder dermaßen schlecht ging. Natürlich gerate ich oft an meine Grenzen bei all meinen Aktivitäten, jedoch konnte ich mir die Verschlechterung dadurch nicht erklären, da ich nicht das Gefühl hatte, Grenzen zu überschreiten.

Wie schon zu meinen schlimmsten Zeiten, half mir auch diesmal eine Bekannte mit der ORGANETIK®. Ein Bioresonanzverfahren, das energetische Blockaden im Körper aufspürt und ausleitet. Als zu meinem tiefsten Tiefpunkt die Organetikerin zu mir ins Haus kam, konnte ich kaum sprechen. Nach ca. 10–15 Minuten Anwendung ging es mir so viel besser, dass ich wieder sprechen konnte. Im Laufe der Sitzung scherzten wir dann sogar gemeinsam.

Durch die Bioresonanz hat sich herausgestellt, dass ich aktive Covid-19-Erreger in meinem Blut hatte. Zuerst dachte ich, dass diese von der Blutwäsche aus dem Gewebe herausgespült wurden, denn mit den Mikrothromben wäre dies eine Möglichkeit, die zu erneuter Verschlechterung führen könnte. Bei meiner nächsten Blutwäsche teilte mir aber meine betreuende Ärztin mit, dass es sich bei dieser Verschlechterung mit ziemlicher Sicherheit um eine erneute Corona-Infektion handelte. Nun gaben die aktiven Viren für mich natürlich viel mehr Sinn.

Natürlich bewirkte diese Infektion die Bildung neuer Mikrothromben, die eine Verschlechterung verursachten. Bis heute geht es mir nur minimal besser. Es hat mich in meinem Genesungsprozess wieder mal nach hinten katapultiert. Geduld ist wieder und immer noch angesagt! Aber nicht nur Geduld: Auch finanzielle Mittel werden dafür wieder benötigt. Ich werde nämlich noch ein paar Blutwäschen brauchen, die – so habe ich kürzlich erfahren – nicht von der Krankenkasse übernommen werden. Und wieder mal wird die Patientin finanziell im Stich gelassen. Eine Frechheit!!

Neue Perspektiven

Eine sehr erfreuliche neue Perspektive hat sich aber kürzlich ergeben. Da ich überzeugt und fasziniert zugleich von der Bioresonanzmethode ORGANETIK® bin, habe ich beschlossen, die Ausbildung zur Organetikerin zu machen. Diese fand online in aufgezeichnetem Format statt. Ich glaube, ich habe noch nie in meinem Leben so gern und so schnell gelernt. Mittlerweile habe ich die Ausbildung abgeschlossen und bin dabei, diese Fähigkeiten zu erlernen und auszubauen. Ich möchte in Zukunft als Organetikerin arbeiten, da mir und meinem Gesundheitszustand diese Tätigkeit und die damit verbundene Flexibilität sehr entgegenkommt und ich endlich und ganz dringend damit Geld verdienen kann.

Bezüglich meiner Pfeiler (siehe Beitrag „Zwischen Pfeilern und Perspektiven“) hat sich also wieder eine Türe geöffnet. Und obwohl ich immer noch ungeduldig auf Besserung warte, bin ich zumindest in der Zwischenzeit mit etwas Sinnvollem und Faszinierendem beschäftigt.

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