Das bin ich

Ich heiße Esther und bin 30 Jahre alt.

Bevor ich in mein Burnout geriet, war ich Kulturmanagerin, Sportliebhaberin, begeisterte Sängerin und pflegende Angehörige. Ich bin seit einigen Jahren single. Ich würde mich als ehrgeizig, emanzipiert und organisiert beschreiben.
Obwohl: Aktuell lerne ich mich, meine Grenzen und meine Fähigkeiten neu kennen.

Am liebsten verbringe ich Zeit mit meinen Freund:innen, in der Natur und manchmal sehr gerne in Ruhe nur mit mir selbst. Ich bin Abenteurerin, bewege mich aber auf Reisen trotzdem gerne in minimalem Komfort. Kunst und Kultur faszinieren und bereichern mich und brachten mich schon an weit von meinem eigenen Horizont entfernte Orte. Als Halbitalienerin liebe ich Italien, südliche Kulinarik und genieße es, mich in der – für mich – schönsten Sprache der Welt zu unterhalten. Man erkennt mein südländisches Temperament an meinen oft wild herumfuchtelnden Händen und seltenen, aber doch manchmal lauten und emotionalen, Ausbrüchen.

Warum ein Blog?

Das Einzige, was mir half, mein Burnout zu akzeptieren, waren Erfahrungsberichte und Symptombeschreibungen von Betroffenen zu hören. Einerseits durch den Podcast „Musalek & Titze“ und andererseits durch einen Erkrankten im Familienkreis. Als ich im Internet nach Websites suchte, die mir Symptome schildern könnten, habe ich nichts für mich Passendes gefunden, außer ein paar Buchhinweisen . Diese kamen für mich nicht in Frage, weil ich kaum länger Sinn ergreifend lesen konnte. Also beschloss ich, selbst diejenige zu sein, die solche Erfahrungsberichte leicht zugänglich macht. Außerdem befreit mich das Schreiben von meiner teilweise schwierigen und belastenden Vergangenheit und ist für mich eine heilsame Therapie.
Im sechsten Monat meines Burnouts habe ich begonnen, meine Empfindungen und Erfahrungen niederzuschreiben. Neben den erwähnten Aspekten ist es mir wichtig, vor allem meinem näheren Umfeld einen Einblick zu ermöglichen, wie es mir wirklich geht.

Wie schreibt man einen Blog im Burnout?

Ganz einfach: in sehr kleinen, täglichen Einheiten. Ich schaffe nicht jeden Tag dasselbe Pensum und versuche stets auf meinen Körper und dessen Bedürfnisse zu achten.

Ich hoffe, ihr könnt aus diesem Blog für euch etwas Interessantes oder Bereicherndes mitnehmen und ich freue mich auf eine gemeinsame Reise.

Fotos: Magdalena Ira